Multimedia since 1992 Zurücklehnen, eintauchen, geniessen.
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Willkommenmatrik – Multimedia since 1992
Hier geht es nicht um „Film schauen“. Hier geht es um Atmosphäre, Präzision
und diesen Moment, in dem der Raum still wird und die Leinwand übernimmt.
Was 1992 mit einer Kamera und viel Neugier begann, entwickelte sich Schritt
für Schritt zu einer eigenen Welt: gebaut, getestet, hinterfragt und
immer wieder neu gedacht.
matrik ist kein Projekt, das einmal fertig wurde. Es ist über Jahre
gewachsen. Entscheidungen wurden nicht auf dem Papier getroffen,
sondern im laufenden Betrieb. Was bringt Ruhe ins Bild? Wo verliert Ton
an Präsenz? Und an welcher Stelle muss Technik unsichtbar werden, damit
Wirkung entstehen kann? Genau aus diesen Fragen formte sich ein Setup,
das nicht beeindrucken will, sondern funktioniert – Abend für Abend.
Das Ziel war nie Perfektion um jeden Preis, sondern Konsequenz.
Ein Raum, der den Film ernst nimmt. Ein Ort, der nicht erklärt,
sondern wirken lässt. Und genau deshalb fühlt sich jeder Besuch
ein bisschen nach Kino an, selbst wenn draussen ganz normaler Alltag läuft.
Kurz & knackig
10 m² Leinwand – damit Filme Luft holen können
250 Meter Kabel – sauber verlegt, unsichtbar im Dienst der Magie
64 kg Sony VPH-1271 3-Röhren-Beamer (UXGA) – Analogtechnik mit Charakter
1992: der Anfang1992 kauften Marc Eugster und
Patrik Boog gemeinsam eine Videokamera – zunächst
ohne grossen Plan. Es ging ums Ausprobieren, ums Lernen, ums Machen.
Doch sehr schnell zeigte sich: Es blieb nicht bei ein paar Aufnahmen.
Aus Experimenten wurden Projekte, aus Projekten wurde Routine,
und aus Routine entwickelte sich Anspruch.
Unter dem Namen Eugis Videofashion entstanden Filme
für Konzerte, Theateraufführungen und private Anlässe. Jede Produktion
brachte neue Erkenntnisse: über Bildrhythmus, über Blickführung,
über Ton und über den richtigen Moment für einen Schnitt.
Es war Handwerk – und gleichzeitig Bauchgefühl.
1994: ein Name, eine Richtung
Rund zwei Jahre später erhielt das Ganze ein klareres Profil.
Mit dem Ausbau des Studios änderte sich auch der Name zu
Matrik Videoproduction, zusammengesetzt aus den Vornamen –
lange bevor „Matrix“ in den Kinos lief. Technik, Timing und eine saubere
Umsetzung wurden zur Handschrift.
Live-Produktion: Bildregie in Echtzeit
Ab Mitte der 1990er-Jahre spezialisierten wir uns zunehmend auf
Multikamera-Liveproduktionen, auch bekannt als
Live-to-Tape. Mehrere Kameras, laufende Aufführung,
keine zweite Chance. Während auf der Bühne gespielt wurde,
entstand im Hintergrund bereits das fertige Video.
Die Bildregie erfolgte vollständig in Echtzeit:
Kameras wurden live gemischt, Einstellungen bewusst gesetzt,
Schnitte entschieden im Moment. Ton, Bild, Übergänge und Timing
mussten sitzen, denn Nachbearbeitung war nur sehr eingeschränkt möglich.
Sekunden nach dem Schlussapplaus lag das fertige Band bereit –
ein Workflow, der heute selbstverständlich wirkt,
damals aber echte Pionierarbeit war.
Gerade bei Musicals, Theater-, Konzert- und Zirkusproduktionen
erwies sich diese Arbeitsweise als grosser Vorteil.
Künstler, Veranstalter und Auftraggeber erhielten ein Resultat,
das die Energie der Live-Aufführung bewahrte –
ungefiltert, direkt und ohne zeitliche Distanz.
In den späten 1990er-Jahren war das kein Trend,
sondern ein klares Alleinstellungsmerkmal.
1998 bis 2002: Wachstum und Wandel
Ein Sturm im Jahr 1999 machte einen Umzug notwendig.
Die Videoproduktion erhielt neue Räume: grösser, strukturierter,
mit Vorraum und Empfang. Parallel dazu hielt der Computer zunehmend
Einzug in die Arbeitsabläufe. Prozesse wurden kompakter,
Entscheidungen schneller – und der Blick ging immer öfter
über die reine Produktion hinaus.
Alle Produktionen entstanden vollständig analog,
aufgezeichnet auf S-VHS.
Rund zehn Jahre nach dem Ende der Videoproduktion
wurden ausgewählte Highlights digitalisiert.
Die Magnetbänder hatten über die Jahre gelitten, doch die geretteten
Aufnahmen bewahren etwas Wertvolleres als perfekte Bilder:
Zeitgeist, Atmosphäre und echte Momente.
Genau deshalb lohnt sich der Blick zurück – nicht aus Nostalgie,
sondern aus Respekt vor dem Erlebten.
Einschnitt
Ende 1999 kam der Bruch: Der Sturm
Lothar fegte mit voller Wucht durch die Schweiz –
und auch durch das Studio. Ein Teil des Equipments konnte in letzter
Minute gesichert werden, anderes blieb dauerhaft beschädigt.
Spätestens nach dem späteren Umzug war klar:
Die Voraussetzungen für eine Weiterführung der Videoproduktion
hatten sich grundlegend verändert.
Gleichzeitig öffnete sich ein neuer Gedanke.
Eine Reportage über verschiedene Berliner Kinos
zeigte nicht Technik, sondern Haltung. Räume, die sich dem Film
unterordneten. Orte, an denen Bild, Ton und Dunkelheit bewusst
gestaltet waren. Kein Nebenbei-Kino, sondern Konzentration
auf das Wesentliche. Diese Idee blieb.
Seit 2002: das HomeCinema2002 fiel der Entscheid: Ende der Videoproduktion
und Start eines neuen Kapitels. Im Spätsommer begannen die Planungen,
zu Ostern 2003 der Umbau.
In kurzer Zeit entstand aus einem funktionalen Raum ein Kino mit
klarer Trennung zwischen Zuschauer- und Operator-Bereich,
mit durchdachter Akustik und einer Lichtführung,
die den Film in den Mittelpunkt rückt.
Über die Jahre wuchs auch die Sammlung:
eine Videothek mit rund 1’000 DVDs & Blu-rays.
Heute wird vieles gestreamt, der physische Kauf ist seltener geworden.
Doch die Sammlung bleibt – als Archiv, als Erinnerung
und für jene Abende, an denen es genau diese eine Version sein muss.
2015 folgte der nächste konsequente Schritt:
Umzug und kompletter Neuaufbau des Kinos.
Technisch, räumlich und konzeptionell.
Seitdem wird weiter optimiert, geschärft und angepasst –
nicht aus Unruhe, sondern aus Freude am Detail
und aus Respekt vor dem Filmerlebnis.
Behind the scenes
Als einziges Kamerateam durften wir die Eröffnung des IMAX-Filmtheaters im
Verkehrshaus der Schweiz aus einer Perspektive festhalten, die sonst niemand sieht:
hinter den Kulissen.
Ein exklusiver Blick hinter die Kulissen des IMAX im Verkehrshaus.